2019-05 Death Valley

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In Lone Pine, der kleinen Stadt am Rande der Alabama Hills, bog ich von der Hauptstraße, die mich bis nach Los Angeles weitergeführt hätte, ab auf die Nebenstraße 190, die mich direkt in das Tal des Todes führen sollte.

Die meisten Touristen besuchen das Death Valley offensichtlich als Tagestour von Las Vegas aus, denn ich hatte stellenweise das Gefühl, diese Straße für mich alleine zu haben.

Auf solchen Straßen und mit schöner Musik – da macht Autofahren noch Spaß

Das Death Valley ist ein riesiger Nationalpark, der bereits kurz hinter der Abzweigung beginnt. Dennoch dauert es noch fast zwei Stunden, ehe man die bekannten Attraktionen erreicht. Aber der Weg dahin ist eindrucksvoll genug. Die wenige Vegetation wird immer spärlicher und so, wie man sich Wüste im Allgemeinen vorstellt. Und doch wurde Walt Disneys Film ‚Die Wüste lebt‘ auch hier gedreht und vermittelt einen Eindruck, was die seltenen Regenfälle hier bewirken können.

Eingerahmt wird das Death Valley von zwei gewaltigen Gebirgsketten (> 3.000m), die Niederschläge fast komplett abschirmen und dieses Gebiet zu einem der trockensten der Erde machen.

Wüste, soweit das Auge reicht
Auch größere Sanddünen finden sich hier immer wieder
Das Badwater Basin ist mit über 85m unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt von Amerika

Von dem Schild aus kann man bei Lust und Laune noch ein ganzes Stück in das Basin hinein wandern. Ich habe mich aber gerne an die ausdrückliche Warnung gehalten.

Bei meiner Ankunft war es bereits 10:30 Uhr…

Es waren mittlerweile 44 Grad im Schatten geworden und ich hatte auf der Fahrt heute bis hierhin bereits eine 2-Liter-Flasche Wasser leergetrunken. Trotz angenehmer Temperaturen im Wageninneren hat die Luft in diesem ganzen Gebiet einfach nur 0% Luftfeuchtigkeit, was diesen stark erhöhten Flüssigkeitsbedarf erklärt. Und das in Verbindung mit 44 Grad im Schatten – wo gibt es hier denn überhaupt Schatten? – kann problematisch werden. Und das wollte ich mir auf keinen Fall antun. Mir reichte es diesmal, hier gewesen zu sein, ohne mir das Gebiet zu erlaufen.

Fast die gleichen Temperaturen am Zabriskie-Point
Aussicht vom Zabriskie-Point

Der Zabriskie-Point ist nach dem Geschäftsführer einer Firma benannt, die hier mit hunderten Chinesen unter unmenschlichen Bedingungen Borax abgebaut hatte. Der Film Zabriskie Point ist wiederum nach diesem Aussichtspunkt benannt.

Auf geht‘s jetzt nach Las Vegas

Voll mit interessanten Eindrücken verlasse ich nun das Tal des Todes und mache mich – dankbar, dass es heute Autos mit Klimaanlagen gibt – auf nach Las Vegas, ohne die Wüste dabei jedoch zu verlassen.

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