2019-10 Kitt Peak Observatory

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Auf diesen Besuch habe ich mich besonders gefreut – das Kitt Peak Observatorium, eines der bekanntesten Observatorien der Welt. Es wurde vor gut 60 Jahren in Betrieb genommen und beherbergt ca. zwanzig einzelne verschiedene Teleskope mit Spiegeldurchmessern von bis zu vier Metern. Hinzu kommen noch zwei Radioteleskope mit 12m und 25m Durchmesser und ein großes Sonnenteleskop.

Bereits aus rund 50km Entfernung ist Kitt Peak in der klaren Luft von Arizona gut zu erkennen. Wenn man die Abzweigung erreicht hat, sind es allerdings noch rund 18km Fahrt auf einer sich immer höher windenden Bergstraße, denn Kitt Peak erhebt sich mit 2.100m weit über die Ebene der Sonora-Wüste.

Bereits aus 30 Meilen Entfernung gut zu erkennen
Ich nähere mich…

Auf dem Gipfel angekommen hatte ich noch 45 Minuten Zeit bis zu meiner vorab geklärten Führung. Diese Zeit nutze ich für einen kleinen Rundgang über das Gelände und (natürlich) einen Kaffee.

Ein Kaffee muss jetzt einfach sein
Rundblick über das Plateau, der bereits zahlreiche Teleskope erkennen lässt
In dieser Kuppel befindet sich das 2m-Teleskop
Das 2m-Teleskop in seiner Gabelmontierung
…und die am Ende angebrachte Kamera

Dieses Teleskop war das erste rein für die optische Astronomie genutzte Teleskop mit adaptiver Optik. So wie man einen Euro am Grunde eines Schwimmbeckens nur hin und her wabern sieht, ist das Bild der Sterne im Teleskop durch das Flirren der Luft beeinträchtigt (‚Seeing‘). Mit Hilfe eines ultravioletten Lasers, der eine Art künstlichen Stern in 10 Kilometern Höhe erzeugt, erkennt man die Veränderungen in der Lufthülle und kann diese mit kleinen motorischen Korrekturen am Spiegel ausgleichen. Auf diese Weise gelingt es mittlerweile, schärfere Bilder von der Erde aus aufzunehmen als mit dem Weltraumteleskop Hubble.

Viele Entdeckungen wurden mit diesem Teleskop gemacht, so zum Beispiel der erste Nachweis von Gravitationslinsen. Aber in Kitt Peak werden auch viele Exoplaneten, die vom Kepler-Teleskop gefunden wurden, weiter untersucht.

Nach der spannenden Führung und dem Kauf eines T-Shirts als Erinnerung machte ich durch den (bereits beschriebenen) Saguaro Nationalpark auf den Weg zu meinem Hotel in Tucson.

Den Nachmittag verbrachte ich dann ganz entspannt mit einem kleinen Mittagsschlaf, einem Bad im Pool, einer Fajita im Restaurant und dem Bewundern des Sonnenuntergangs.

Das tut gut!
Unglaubliche Farben beim Sonnenuntergang über Tucson

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