2019-23 Memphis mit Blues & Soul

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Mein erstes Ziel in Memphis war für mich als alten Soul-Fan natürlich das Stax-Museum. Die Plattenfirma Stax gehörte besonders in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zusammen mit Motown und Atlantic zu den führenden Labeln für Soul Musik. Fast jeder renommierte Soul-Künstler hatte hier Platten veröffentlicht – von Otis Redding über Isaac Hayes, Booker T and the MGs, Sam and Dave, The Bar Kays bis hin zu den Staple Singers und noch vielen anderen.

Mitte der 70er Jahre ging es mit Stax in den Konkurs und die Musikrechte wurden von Atlantic übernommen. Aber bis heute ist der Name Legende geblieben und die Gebäude wurden zu einem Museum umgewandelt.

Das Stax Museum des Soul

Die Ausstellung beginnt mit einem 20-minütigen Film, der Originalinterviews mit Musikaufnahmen mischt und die richtige Einstimmung für das Museum darstellt.

Vielfältige Exponate sind umfassend zusammengestellt und werden multimedial ergänzt.

Beeindruckend war auch der ehemalige Aufnahmeraum, in dem mit hervorragenden Studiolautsprechern digital remasterte Originalaufnahmen abgespielt wurden. Der Klang war begeisternd und ich hätte noch lange zuhören können.

Der originale Chevrolet von Isaac Hayes

Ich hatte bei meinen Recherchen zum Staxmuseum auch herausgefunden, das die Studiobetreiber und die Künstler oft in einem Restaurant in der Nähe zusammen gegessen hatten. In diesem Restaurant wollte ich ebenfalls gerne zu Mittag essen. Der freundliche Wachmann auf dem ersten Foto konnte mir dankenswerterweise den Namen dieses Restaurants nennen und den genauen Weg dahin erklären.

Das Four Way-Restaurant in Memphis

Von außen sah das Restaurant recht unscheinbar und klein aus. Innen dagegen war es riesengroß und sehr gut besucht, allerdings ausschließlich von Afroamerikanern. Ich war mir tatsächlich ein wenig unsicher, ob ich da fehl am Platz bin, aber ich wurde völlig normal und zuvorkommend bedient wie jeder andere. Und das Essen war ausgesprochen lecker dort!

Der Umschlag der Speisekarte
Die Wände im gesamten Restaurant sind voll mit Zeitzeugnissen der Stax-Ära

Nach dem Essen fuhr ich dann gestärkt weiter in die Innenstadt von Memphis. Hier beschränkte ich mich jedoch auf die Beale Street und einen Spaziergang zum Ufer des Mississippi.

Der Beginn der Beale Street
Auch nicht sehr viel anders als die Bourbon Street in New Orleans
Das obligatorische Hard Rock Cafe
Der Bluesclub des vor vier Jahren verstorbenen B.B.King
Das erste Stück der Mississippi-Brücke und die Pyramide

Die Pyramide (die auf den Namen der Stadt Memphis anspielt) ist 32 Stockwerke hoch und beherbergt ein Hotel und Geschäfte.

Als Abschluß an diesem Tag wollte ich mir noch einmal Graceland, das Wohnhaus von Elvis Presley anschauen. Zumindest von außen anschauen, denn das billigste Eintrittsticket kostet bereits über 40 US$ und das war es mir nicht wert. Es ist aber alles so zugewachsen, dass man kaum noch etwas erkennen kann. Damit war dann auch dieser Tag für mich abgeschlossen und ich fuhr zufrieden in mein Hotel etwas außerhalb von Memphis.

Graceland, das von Paul Simon besungene Wohnhaus von Elvis Presley

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